14. Juli 2020

Erschöpft vom Schocktober? – Top 5 Feel-Good-Filme

Gerade unter Filmfans ist der Oktober immer eine besondere Zeit des Jahres. Auch gerne als Schocktober, Hoop-Tober, Gruseltober, Horror-Tober bezeichnet, ist der zehnte Monat meistens der Platz für Horror, Grusel oder schlicht unangenehmes Kino. Aber selbst Film-Novizen werden es kennen, dass zumindest der 31. Oktober Zeit für Horrorfilme ist. Das kann aber bisweilen ganz schön auslaugen, das Genre ist meistens nicht gerade positiv, sehr blutig und bestenfalls nervenzehrend. Wenn der November beginnt, kann man da gut und gerne mal am Ende der seelischen Belastbarkeit sein. Was gibt es also besseres als im November ein Kontrastprogramm zu starten und sich die Anti-These aller Horrorfilme zu Gemüte zu führen: Feel-Good-Filme. Als Balsam für die Seele lassen euch diese Art Filme oft in einer Wolke an Glück zurück. Genau das wollen wir. Deshalb zeige ich euch heute die meiner Meinung nach 5 besten Feel-Good-Filme, die es so gibt. Wichtig: Nicht zu viele negative Gefühle, irgendetwas, dass das Herz erwärmt und am Besten noch eine schöne Botschaft dazu. Vielleicht findet ihr ja was!

5. Paddington 2 (2017)

Regisseur: Paul King, 1h44min

© Warner Bros.

Der Bär Paddington, der in London mittlerweile glücklich mit der Familie Brown zusammenlebt, nimmt eine Reihe merkwürdiger Jobs an, um das perfekte Geschenk für seine Tante Lucy zu besorgen – bis es gestohlen wird.

Was eine tolle Überraschung beide Paddington-Filme doch waren. Kaum hatte ich mir vorstellen können, dass aus den kleinen Kinderbüchern, die bei meiner Oma immer rumlagen, so tolle Filme werden. Auf diese Platzierung gehören tatsächlich beide Paddington-Teile, obwohl der zweite ein Mü besser ist, ist der erste nicht weniger sehenswert. Die Reise des sprechenden Bären (dass es niemanden kümmert, dass ein Bär spricht, ist eines der vielen Lächeln-ins-Gesicht-Zaubernden Details) durch London ist eine voller merkwürdigen, aber tollen Abenteuer. Völlig überzeichnete Charaktere, großartige Anderson-esque Cinematographie und aberwitzige Situationen, in die Paddington sich selbst steckt, machen aus beiden Paddington-Filmen eine wahre Gaudi.


4. Du sollst mein Glücksstern sein (1952)

E: Singin’ in the Rain, Regisseur: Stanley Donen, Gene Kelly , 1h43min, verfügbar auf: Sky Go

©MGM

Ein Stummfilm-Produktionsstudio und seine Darsteller müssen in den 20er Jahren von Hollywood den schwierigen Übergang in die Zeit des Tons meistern.

Als einziger amerikanischer Eintrag in dieser Liste steht Singin’ in the Rain für puren Hollywood-Charme. Ein Musical, das auch für die meisten Musical-Verachter funktionieren wird. Alles hier versprüht diese Hollywood-Aura der 50er, die so einzigartig ist und die man mal erlebt haben muss. Gerade für Filmliebhaber ist das hier gefundenes Fressen, man kann hiermit nichts falsch machen, ehrlich. Die drei Hauptdarsteller sind toll, die charmante Geschichte hat ein flottes Tempo und um ständiges Lachen und Grinsen kommt man hier auch nicht herum.


3. Die Kinder des Monsieur Mathieu (2004)

F: Les Choristes, Regisseur: Christophe Barratier, 1h36min

© Pathé

Im Frankreich der 40er Jahre fängt ein neuer Lehrer an einer Schule für schwer erziehbare Jungen das Unterrichten an und versucht, das Leben der Kinder mit Musik positiv zu beeinflussen.

Viele werden Kinder des Monsieur Mathieu wahrscheinlich schon in der Schule gesehen haben, aus offensichtlichen Gründen scheint das der Lieblingsfilm aller Lehrer zu sein. Nun, es war auch schon immer einer der Lieblingsfilme von mir – und ich bin kein Lehrer. Wer auch nur ein bisschen was für Kinder übrig hat, für den ist der französische Film nämlich Pflichtprogramm. Wie die Kinder sich langsam öffnen und die Musik das Beste aus ihnen herausholt – einfach herzerwärmend. Und dazu hat Kinder des Monsieur Mathieu noch Köpfchen, ist kritisch und reflektiert. Mancher mag den Film manipulativ und etwas melodramatisch nennen. Das kann man auch vertreten, für diejenigen, die das stört, mag aber vielleicht Platz 2 etwas besser geeignet sein.


2. Mein Nachbar Totoro (1988)

J: となりのトトロ, Regisseur: Hayao Miyazaki, Laufzeit 1h26min

© Studio Ghibli

Zwei Schwestern ziehen mit ihrem Vater aufs Land, um näher bei ihrer im Krankenhaus liegenden Mutter zu sein, und entdecken, dass die das Grundstück umgebenden Bäume von Totoros bewohnt werden, magische Geister des Waldes. Als die jüngste Schwester von zu Hause weg läuft, bittet die ältere Schwester die Geister um Hilfe, um sie zu finden.

Wenn ihr für einen Abend wieder zurück in die Welt der Kinder zurückversetzt werden wollt, dann ist Mein Nachbar Totoro der Film für euch. Es ist pure Magie, wie Miyazaki mit den Emotionen der Zuschauer spielt, ihnen das Herz erwärmt, kindlichen Entdeckungsdrang nahe legt, gleichzeitig über Unschuld und Familienliebe spricht. Es gibt keinen Antagonisten, kaum wirkliche Rückschläge, kein Melodrama, keine Negativität. Im Gegenteil, Totoro strahlt pure Freude aus.


1. Ziemlich Beste Freunde (2011)

F: Intouchables, Regisseur: Eric Toledano, Olivier Nakache, Laufzeit: 1h53min, verfügbar auf: Prime Video

© The Weinstein Company

Eine wahre Geschichte von zwei Männern, die sich nie hätten treffen sollen – ein querschnittsgelähmter Aristokrat, der sich beim Paragliden verletzt hat, und ein junger Mann aus dem Sozialwohnungsbau der Stadt.

Ziemlich beste Freunde ist ein Paradebeispiel für einen Filme über unwahrscheinliche Freundschaften. François Cluzet und Omar Sy haben die wohl beste Chemie zwischen zwei Männern, die je auf der Leinwand zu sehen war, dazu die träumerische Musik Ludovico Einaudis und eine wundervolle Message. Ihr kriegt die Mundwinkel nicht mehr runter bei diesem Film, versprochen!


Wie hat euch die Liste gefallen? Gibt es Punkte, mit denen ihr so gar nicht mitgeht? Was schaut ihr, wenn ihr einfach mal alle Negativität aus eurem Kopf streichen wollt?

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Daniel

Wenn ich ganz ehrlich sein muss, sind Filme noch gar nicht so lange mein Ding. Ich gehöre nicht zu der Fraktion, die schon mit 9 vor der Leinwand saß und sich mit seinem Vater über Bergman und Tarantino ausgetauscht hat - leider. Stattdessen habe ich mich immer wieder nur an Herr der Ringe und Star Wars gelabt und ergötzt, bis ich vor ungefähr drei Jahren endlich angefangen habe, etwas mehr Zeit dafür zu verwenden, aktiv Filme zu schauen. Ganz egal, welches Genre, welches Land oder welches Jahr. Und seitdem ist es aus meinem Leben nicht mehr wegzudenken. Ich selbst studiere übrigens in irgendeinem Kaff in Ostdeutschland, komme aber eigentlich aus Landau in der Pfalz.

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